Die Kontrolle der Inspirationszeitgrenzen kann bei der Behandlung von Patienten mit Atemwegserkrankungen sehr wichtig sein. Während der druckunterstützten Behandlung kann es zu einem ungewollt verfrühten oder verspäteten Umschalten auf das EPAP-Druckniveau kommen. Um dies zu verhindern, ermöglicht es TiControl dem Arzt, die minimale und maximale Zeitgrenzen für die Inspiration festzulegen.
TiControl ermöglicht eine sehr genaue Geräteanpassung an die Bedürfnisse des Patienten. Berücksichtigung finden hierbei krankheitsbedingte Anforderungen genauso wie individuelle Schwierigkeiten bei einer korrekten Maskenanpassung z.B. aufgrund motorischer Schwierigkeiten.
Funktionsweise
TiControl erlaubt die Einstellung der minimal und maximal möglichen Inspirationszeit, flankierend zu der natürlich vom Patienten initiierten spontanen Atmung. Erfolgt somit keine spontane Atemtriggerung durch den Patienten, erfolgt die Umschaltung zur Exspiration anhand der eingestellten Parameter und stellt somit die Aufrechterhaltung einer geregelten Atmung sicher.
Die TiMax Funktion kann einen verspäteten Wechsel auf das EPAP Druckniveau verhindern und so eine ausreichende Länge Exspirationsphase gewährleisten. Dies ist vor allem bei großen Leckagen bzw. bei der Behandlung von Patienten mit obstruktiver Lungenmechanik von Vorteil wie z. B. chronischer obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) oder Overlap-Syndrom (d. h. COPD mit OSA).
Die TiMin-Funktion verhindert ein verfrühtes Umschalten auf EPAP Druckniveau, um eine ausreichende Inspirationszeit zu gewährleisten. Eine verlängerte Inspirationszeit kann insbesondere bei Patienten mit restriktiver Lungenmechanik infolge von z. B. amyotropher Lateralsklerose (ALS),neuromuskulären Erkrankungen, Thoraxwanddeformität und Post-Polio-Syndrom von Vorteil sein.
TiControl – warum ist das wichtig?
Eine veränderte Lungenmechanik bei Patienten, die an COPD und obstruktiven Lungenerkrankungen leiden, kann zu Lungenüberblähung (Air-Trapping), intrinsischem PEEP und damit verbunden einem zu späten Umschalten auf EPAP führen. Die TiMax-Einstellung ermöglicht es dem Arzt, eine angemessene maximale Inspirationszeit festzulegen, so dass der Patient genügend Zeit zum Ausatmen hat und sich die Lunge vollständiger entleeren kann.
Die TiMin-Einstellung ermöglicht es dem Arzt, eine angemessene minimale Inspirationszeit festzulegen, um die Zuführung eines adäquaten Luftvolumens in die Lunge sicher zu stellen.
Was bedeutet das für den Patienten und den Arzt?
Der Arzt kann die Behandlung optimal an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden. Dies führt zu einer angenehmeren Behandlung für den Patienten mit weniger Beschwerden und dem Gefühl, zusammen mit dem Atemtherapiegerät zu atmen.
Um einen möglichst schnellen und problemlosen Einstieg in die Therapie zu gewährleisten, wurden die Gerätevoreinstellungen so gewählt, dass sie bei der Mehrzahl der Patienten bereits für eine wirksame Synchronisation zwischen der Patientenatmung und dem Therapiegerät führen.

