Millionen Menschen sind weltweit von obstruktiver Schlafapnoe betroffen (nahezu 20 Millionen allein in den USA, in Deutschland liegt die Zahl zwischen 2 und 4% der erwachsenen Bevölkerung).

Die Prävalenz ist vergleichbar mit der von Asthma oder Diabetes.

Trotz steigender Aufmerksamkeit ist der Aufklärungsbedarf immer noch hoch, denn mit bisher ca. 5% diagnostizierten und therapierten OSA-Erkrankungen ist die Quote gering. Mittlerweile sieht man einen Zusammenhang zwischen SBAS und anderen häufigen Erkrankungen wie zum Beispiel Herzerkrankungen, Schlaganfall und chronisch obstruktiven Lungenleiden (COPD).

 

Definition Schlafapnoe

  • Die Schlafapnoe gehört zu den schlafbezogenen Atmungsstörungen, abgekürzt SBAS.
  • Die Apnoen treten zehn mal pro Stunde und öfter auf, so dass Schlafapnoe-Patienten bis zu 600 Mal pro Nacht nach Luft ringen. Durch den sinkenden Sauerstoffgehalt im Blut, der durch eine Apnoe ausgelöst wird, kommt es zu einem Alarmsignal im Gehirn, das eine unwillkürliche unterbewusste Weckreaktion auslöst wodurch die Muskulatur der Atemwege wieder angespannt und deren Blockade aufgehoben wird. Wenn der Sauerstoffgehalt im Blut sich wieder normalisiert hat, entspannt sich die Muskulatur wieder.

 

Wesentliche Ausprägungen der Schlafapnoe

  1. Atmungsstörungen mit physikalischem Verschluss der Luftwege (= obstruktiv)
    • Dazu zählen unter anderem die obstruktive und die gemischte Schlafapnoe
    • Ursache der Atemaussetzer: eine erschlaffte Muskulatur im Mund- und Rachenraum
    • Die obstruktive Schlafapnoe wird mit OSA abgekürzt
  2. Atmungsstörungen ohne Verschluss der Luftwege (zentral)
    • Zu dieser Form gehört unter anderem die zentrale Schlafapnoe
    • Ursache der Atemaussetzer: eine bestimmte Fehlfunktion im Gehirn
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