Welche Schlafposition ist also die beste?
Direkt vorab, die beste Schlafposition ist oft nur individuell bestimmbar, da jeder Körper individuell zu betrachten ist.
Die Bauchlage
Die Bauchlage ist die tendenziell ungesündeste Schlafposition: Sie nimmt zwar den Druck von den Bandscheiben, sodass viele Menschen diese Position als entspannend empfinden. Expert:innen sehen das allerdings anders – in Bauchlage befindet sich unsere Wirbelsäule in unnatürlicher Position, da der Rücken durchhängt und der Kopf seitlich abliegt. Verspannungen und Schmerzen im Rücken, Kiefer und Nacken sind die Folge. Zudem schränkt die Bauchlage den Brustkorb ein, was häufig zu Atemproblemen und Schnarchen führen kann. Ein besonderer Druck auf den Magen und andere innere Organe können darüber hinaus Verdauungsprobleme verursachen. Hautprobleme und Faltenbildung im Gesicht können durch das Schlafen mit dem Gesicht im Kissen ebenfalls entstehen. Auch eingeschlafene Hände, Arme oder Finger kommen häufig vor.3,5
Die Embryoposition
Hätten Sie gedacht, dass die gemütliche Embryoposition auch gesundheitliche Risiken birgt? Da der Brustkorb durch die Krümmung des Oberkörpers stark eingeengt ist, erhöht sich der Druck auf Lunge und Herz. Schläft man zusätzlich auf der rechten Seite, wird die Durchblutung durch das auf die Venen drückende Körpergewicht gestört. Diese Position begünstigt unruhigen Schlaf sowie Schlafstörungen in besonderer Weise.3
Schlafen auf der linken Seite
Die linke Seite gilt als gesunde Schlafposition: Das Blut kann im Körper ideal nach oben transportiert werden, da die Hauptschlagader nach links ausgerichtet ist. Der Magen befindet sich in dieser Position unterhalb der Speiseröhre, sodass die Magensäure weniger leicht austreten und Sodbrennen verursachen kann.
Unser Tipp: Sie sollten Ihren Rücken jedoch nicht allzu stark krümmen und bei angewinkelten Beinen im Idealfall ein Kissen dazwischen legen, um Ihr Becken zu entlasten.3
Die Rückenlage
Die Rückenlage gilt unter Expert:innen als die gesündeste Schlafposition für die meisten Menschen. Da der Kopf in dieser Position leicht erhöht und nach oben gerichtet liegt, werden Magen-Beschwerden wie Reflux und Sodbrennen verhindert und auch die Wirbelsäule geschont. Auch Hautunreinheiten werden vermieden, da das Gesicht das Kissen nicht berührt.
Dennoch ist die Rückenlage nicht für jeden empfehlenswert: Menschen, die stark schnarchen oder an Schlafapnoe leiden, sollten die Rückenlage meiden, da hier die Zunge eher nach hinten rutscht und somit den Rachen zusätzlich verengt. 3,6
Ebenfalls wichtig zu wissen: Auch die richtige Lagerung des Kopfes ist entscheidend, um Rücken- und Nackenschmerzen zu verhindern.1
Sie fühlen sich häufig ausgelaugt und müde, obwohl Sie augenscheinlich genug Schlaf bekommen? Dann überprüfen Sie Ihre nächtliche Liegeposition und ändern Sie diese gegebenenfalls – möglicherweise stellen Sie in einigen Wochen schon einen Unterschied fest.
In diesem Sinne: Schlafen Sie gut!