Hormonmangel ist meist verantwortlich für die Schlafprobleme
Hauptverursacher für Schlafstörungen in den Wechseljahren sind die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron. Mit Beginn der hormonellen Umstellung produziert der Körper weniger dieser Botenstoffe. Die Folgen spüren Frauen oft deutlich, da beide Hormone in den weiblichen Körpern wichtige Funktionen übernehmen. Östrogen beispielsweise wirkt vitalisierend und stimmungsaufhellend. Sinkt der Östrogenspiegel, kann das unsere Stimmung trüben und in der Folge auch das Einschlafen oder unseren Schlaf negativ beeinflussen. Außerdem kann Östrogenmangel Hitzewallungen und Nachtschweiß auslösen, der sich negativ auf unseren Schlaf auswirkt.1 Laut einer Studie der AOK leiden bis zu 85 Prozent aller Frauen während der Wechseljahre an diesen Beschwerden.3
Mit dem Östrogen sinkt auch das weibliche Geschlechtshormon Progesteron. Das so genannte Nesthormon entspannt Nerven und Psyche, löst Ängste und fördert so einen tiefen Schlaf. Produziert der Körper weniger Progesteron, fehlt die beruhigende und schlaffördernde Wirkung.1
Doch keine Sorge: Die beiden Hormone fallen nicht gleichzeitig und gleichschnell ab, sondern verlaufen in unterschiedlichen Kurven. Je nach Verlauf unterteilen Experten die Wechseljahre in mehrere Phasen:
Prämenopause: erste Phase der Wechseljahre
- Im Alter von ca. 40 – 45 Jahren
- Produktion des Hormons Progesteron sinkt
Perimenopause: zweite Phase der Wechseljahre
- Im Alter von ca. 45 – 50 Jahren
- Progesteron- und Östrogenproduktion sinken
- Durch die abnehmende Östrogenaktivität verkürzt sich die Tiefschlafphase, wodurch viele Frauen aufwachen und nicht wieder einschlafen können.3
Menopause
- Zeitpunkt der letzten Periode
- die Frau ist im Durchschnitt ca. 51 Jahre alt
Postmenopause: Dritte Phase der Wechseljahre
- Hormonproduktion hat ihren Tiefpunkt erreicht
- endet im Alter von ca. 65 Jahren
- der Schlaf ist tendenziell leicht und unterbrochen1
Schlafstörungen können sich über den gesamten Zeitraum der Wechseljahre ziehen, am häufigsten aber klagen Frauen in der Perimenopause darüber.