Symptome und Anzeichen von Schlafapnoe | Resmed

Schlafapnoe: Anzeichen und Symptome

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Schlafapnoe bedeutet, dass die Atmung im Schlaf immer wieder aussetzt und wieder einsetzt. Das kann den Schlaf stören – und tagsüber müde machen. Bleibt Schlafapnoe unerkannt und unbehandelt, kann sie zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Weil die Anzeichen oft eher mild sind, wird sie nicht immer sofort erkannt.1

Wenn Sie Schlafapnoe-Symptome bei sich beobachten, lassen sie das am besten ärztlich abklären und schildern Sie Ihre Beobachtungen. Hier erfahren Sie, woran Sie Schlafapnoe erkennen können – und wann Sie ärztliche Hilfe suchen sollten.

Häufige Symptome bei Schlafapnoe

Eines der bekanntesten und häufigsten Anzeichen für Schlafapnoe ist Schnarchen – vor allem, wenn es so laut ist, dass Sie selbst oder Ihr Bettpartner oder Ihre Bettpartnerin davon aufwachen. Weitere Symptome der Schlafapnoe sind2:

  • Nach Luft schnappen während des Schlafs
  • Kopfschmerzen am Morgen
  • Aufwachen mit trockenem Mund oder Halsschmerzen
  • Anhaltende Reizbarkeit während des Tages
  • Ausgeprägte Schläfrigkeit tagsüber
  • Schwierigkeiten, durchzuschlafen
  • Probleme mit Aufmerksamkeit oder Konzentration während des Tages

Viele dieser Beschwerden entstehen, weil der Körper nicht die Erholung bekommt, die er braucht. Bei zu wenig Schlaf fällt es oft schwerer, sich Dinge zu merken oder ruhig zu bleiben. Reizbarkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten können Arbeit und Alltag spürbar erschweren. Das kann die Lebensqualität insgesamt deutlich senken.

Diese Symptome können sich negativ auf Karriere, Beziehungen und Ihr Wohlbefinden auswirken. Darüber hinaus kann Schlafapnoe zur Entwicklung ernsthafter gesundheitlicher Probleme beitragen.

Wenn Sie an Schlafapnoe leiden, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sich im gesamten Körper Entzündungen3 entwickeln. Dies kann langfristige Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System haben. Zudem können Blutgefäße im ganzen Körper geschädigt werden, was potenziell das Risiko für Nierenerkrankungen, Sehstörungen und Diabetes Typ 2 erhöht.

Anzeichen für Schlafapnoe: Worauf Sie achten sollten

Die Anzeichen einer Schlafapnoe sind nicht immer leicht erkennbar, und die Symptome können sich zwischen Männern und Frauen unterscheiden. Oft bemerkt der Bettpartner oder die Bettpartnerin unregelmäßige Atmung oder Atemaussetzer in der Nacht. Andere Anzeichen sind subtiler oder lassen sich mit Symptomen anderer Erkrankungen verwechseln. Dazu können gehören2:

  • Nächtliches Schwitzen
  • Unruhiger Schlaf
  • Häufiges Aufwachen
  • Tagesmüdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Stimmungsschwankungen
  • Refluxkrankheit4

Für eine Diagnose von Schlafapnoe müssen nicht alle diese Symptome auftreten. Manche Anzeichen sind so mild, dass man sie leicht übersieht. Wenn Sie vermuten, dass Sie an Schlafapnoe leiden, vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin. Falls nötig werden Sie dann an einen Spezialisten/eine Spezialistin überweisen, wo entsprechende Untersuchungen zur Diagnose durchgeführt werden. Anschließend besprechen Sie gemeinsam nie nächsten Schritte und einen Behandlungsplan.

Schlafapnoe und Tagesmüdigkeit

Ein besonders belastendes Symptom ist die Tagesmüdigkeit. Nach einer schlechten Nacht fühlt sich jeder mal müde. Bei Menschen mit Schlafapnoe kann dieser Zustand jedoch zum Dauerzustand werden. Dann werden selbst einfache Dinge zur Herausforderung, und es kann schwerfallen, beim Autofahren, bei der Arbeit oder sogar beim Fernsehen wach zu bleiben.

Weil sie bei einer Schlafapnoe nachts immer wieder kurz aufwachen, fehlt Ihrem Körper meist der erholsame Tiefschlaf, den er für ein normales Funktionieren benötigt. Bei schwerer obstruktiver Schlafapnoe (OSA) kann es zu wiederholten Atemaussetzern kommen, die bis zu 30 Mal pro Stunde auftreten können.2 Diese Unterbrechung der Schlafmuster kann ernsthafte Folgen haben. Wer übermüdet Auto fährt, gefährdet sich und andere. Das Risiko steigt, am Steuer einzuschlafen5 und einen schweren Unfall zu verursachen.

Wenn Sie nicht ausreichend schlafen, leiden Konzentration und Gedächtnis. Der Grund dafür ist, dass Schlafmangel die kognitiven Prozesse im Gehirn beeinträchtigt. Schlechter Schlaf verkürzt die Aufmerksamkeitsspanne und erschwert es, sich an Gesehenes oder Gehörtes zu erinnern. Dadurch kann es schwieriger werden, Ihre Arbeit zu erledigen, schulische Aufgaben zu bewältigen oder anderen Verpflichtungen nachzukommen.

Schlafmangel kann außerdem die kognitive Flexibilität6 beeinträchtigen, was bedeutet, dass es Ihnen schwerer fällt, sich an Veränderungen anzupassen. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, riskante Entscheidungen zu treffen, da das Urteilsvermögen eingeschränkt sein kann. Stimmungsschwankungen sind ein weiteres Symptom der Schlafapnoe, die Probleme in Beziehungen zu Freunden, Familie, Kollegen und anderen Personen verursachen können.

Was verursacht Schlafapnoe?

Obwohl es einige bekannte Risikofaktoren gibt, kann Schlafapnoe Menschen jeder Körperform, Größe, ethnischen Zugehörigkeit und jedes Geschlecht betreffen. Zudem gibt es unterschiedliche Formen der Schlafapnoe.7

  • Die obstruktive Schlafapnoe (OSA) stellt die häufigste Form der Schlafapnoe dar. Dabei kommt es während des Schlafs zu einer wiederholten Verengung oder Blockierung der oberen Atemwege. Diese Blockaden können den Luftstrom verringern oder vollständig unterbrechen, sodass die Atmung während der Nacht aussetzen kann.1
  • Bei der zentralen Schlafapnoe (ZSA) handelt es sich um einen Zustand, bei dem das Gehirn keine Signale an die Atemmuskulatur sendet, was zu Atemaussetzern im Schlaf führt.1

Ursachen der obstruktiven Schlafapnoe:

  • Übergewicht: Eine der häufigsten Ursachen ist Adipositas. Menschen mit Übergewicht haben häufiger Fettablagerungen und zusätzliches Gewebe, das sich über die Luftröhre legt.8
  • Alter: Auch das Alter spielt eine Rolle. Obwohl Kinder eine OSA entwickeln können9, tritt sie deutlich häufiger bei älteren Menschen auf.10
  • Alkoholkonsum: Menschen, die Alkohol trinken, haben ein höheres Risiko, diese Erkrankung zu entwickeln. Alkohol erweitert die Blutgefäße, was zu einer verstopften Nase beitragen und das Atmen durch die Nase erschweren kann.11
  • Rauchen: Wenn Sie Tabak rauchen, ist die Wahrscheinlichkeit höher, eine OSA zu entwickeln. Rauchen verursacht Entzündungen der Atemwege, wodurch diese verengt werden.12
  • Körperbeschaffenheit: Bestimmte anatomische Besonderheiten können ebenfalls zu einer OSA führen. Ein Unterbiss, eine große Zunge oder vergrößerte Mandeln können Atemwegsblockaden verursachen, wenn sich der Rachen entspannt. Zudem können genetische Faktoren die Struktur von Hals und Kopf beeinflussen und das Risiko für OSA erhöhen.9

Einige Erkrankungen stehen ebenfalls mit OSA in Zusammenhang. Diabetes Typ 2 wird mit der Entwicklung von Schlafapnoe in Verbindung gebracht13, da diese Erkrankung die Atmung beeinflusst. Sie kann Blutgefäße im gesamten Atmungssystem schädigen und das Atmen insgesamt erschweren.

Ursachen der zentralen Schlafapnoe:

  • Erkrankungen des Hirnstamms: Die zentrale Schlafapnoe (ZSA) kann durch verschiedene Erkrankungen des Hirnstamms verursacht werden, der die Atmung steuert. Bei ZSA reagiert der Hirnstamm nicht richtig auf die Kohlendioxidwerte im Blut. Menschen mit Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Vorhofflimmern haben ein erhöhtes Risiko, diese Form der Schlafapnoe zu entwickeln.14
  • Neurologische Erkrankungen: ZSA kann auch als Folge neurologischer Erkrankungen wie der amyotrophen Lateralsklerose (ALS) auftreten. Weitere genetische Erkrankungen, die das Risiko für ZSA erhöhen können, sind das Rett-Syndrom und das kongenitale zentrale Hypoventilationssyndrom, umgangssprachlich auch Undine-Syndrom genannt.14
  • Opioidkonsum: Der Konsum von Opioiden steht ebenfalls mit ZSA in Zusammenhang, da diese Medikamente das Atmungssystem beeinflussen.14

Wie erkenne ich, ob ich Schlafapnoe habe?

Wenn Sie Schlafapnoe vermuten, beobachten Sie Ihr Befinden und Ihre Symptome genau. Wenn Sie mit jemandem zusammen schlafen, bitten Sie Ihren Partner oder Ihre Partnerin um Unterstützung. Er/sie kann z. B. sagen, ob Sie nachts oft aufwachen oder ob das Schnarchen stärker geworden ist.

Der beste Weg, um herauszufinden, ob Sie Schlafapnoe haben, ist, medizinischen Rat einzuholen. Ihr Arzt/Ihre Ärztin kann Ihnen Spezialisten empfehlen, die für die Diagnose von Schlafapnoe qualifiziert sind. Wenn die Diagnose feststeht, legen Sie gemeinsam die passende Behandlung fest. Das kann Ihnen helfen, besser zu schlafen und sich tagsüber fitter zu fühlen.

Wann Sie wegen Schlafapnoe-Symptomen einen Arzt/eine Ärztin Aufsuchen sollten

Wenn Sie trotz ausreichender Schlafzeit tagsüber immer wieder wegdösen oder beim Autofahren/Fernsehen kaum wach bleiben, kann das ein Hinweis auf Schlafapnoe sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin, wenn Sie bemerken, dass Ihr Gedächtnis und Ihre Konzentrationsfähigkeit deutlich nachlassen. Dies können typische Anzeichen für Schlafapnoe oder eine andere Erkrankung sein.

Ohne Diagnose können sich die Symptome der Schlafapnoe negativ auf Ihre Lebensqualität auswirken. Bleibt Schlafapnoe unbehandelt, kann sie das Risiko für weitere gesundheitliche Probleme wie Diabetes Typ 2 und Herzerkrankungen erhöhen.13 Eine frühzeitige Erkennung der Schlafapnoe und die Behandlung zugrunde liegender Ursachen können dazu beitragen, einige der Langzeitfolgen zu verhindern.

Wenn Schnarchen, häufiges Aufwachen oder starke Tagesmüdigkeit Ihren Alltag belasten, ist es Zeit für eine ärztliche Abklärung. Mit professioneller Unterstützung können Sie den Weg zum benötigten erholsamen Schlaf finden.

Haben Sie oder eine nahestehende Person Schlafprobleme oder mögliche Symptome einer Schlafapnoe?

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Quellen:
  1. “Sleep Apnea – What Is Sleep Apnea?” | NHLBI, NIH. 9 Jan. 2025, https://www.nhlbi.nih.gov/health/sleep-apnea.
  2. “Sleep Apnea – Symptoms“ | NHLBI, NIH. 9 Jan. 2025, https://www.nhlbi.nih.gov/health/sleep-apnea/symptoms.
  3. Unnikrishnan, Dileep, et al. “Inflammation in Sleep Apnea: An Update.” Reviews in Endocrine & Metabolic Disorders, vol. 16, no. 1, Mar. 2015, pp. 25–34. PubMed Central, https://doi.org/10.1007/s11154-014-9304-x.
  4. Mahfouz, Ratib, et al. “The Relationship Between Obstructive Sleep Apnea (OSA) and Gastroesophageal Reflux Disease (GERD) in Inpatient Settings: A Nationwide Study.” Cureus, vol. 14, no. 3, p. e22810. PubMed Central, https://doi.org/10.7759/cureus.22810.
  5. Kingshott, Ruth. “Risk of Motor Vehicle Accidents Is Higher in People with Sleep Apnea.” American Academy of Sleep Medicine – Association for Sleep Clinicians and Researchers, 10 Mar. 2015, https://aasm.org/risk-of-motor-vehicle-accidents-is-higher-in-people-with-sleep-apnea/.
  6. Source: Sun, Xuefeng, et al. “The Effects of Sleep Deprivation on Cognitive Flexibility: A Scoping Review of Outcomes and Biological Mechanisms.” Frontiers in Neuroscience, vol. 19, Jul. 2025, p. 1626309. PubMed Central, https://doi.org/10.3389/fnins.2025.1626309.
  7. Asp, Kevin. “Obstructive vs. Central Sleep Apnea: Key Differences and Treatment Options.” American Association of Sleep Technologists (AAST), https://aastweb.org/obstructive-vs-central-sleep-apnea-key-differences-and-treatment-options/.
  8. Messineo, Ludovico, et al. “Obstructive Sleep Apnea and Obesity: A Review of Epidemiology, Pathophysiology and the Effect of Weight-Loss Treatments.” Sleep Medicine Reviews, vol. 78, Dec. 2024, p. 101996. ScienceDirect, https://doi.org/10.1016/j.smrv.2024.101996.
  9. Sleep Apnea – Causes and Risk Factors | NHLBI, NIH. 9 Jan. 2025, https://www.nhlbi.nih.gov/health/sleep-apnea/causes.
  10. Slowik, Jennifer M., et al. “Obstructive Sleep Apnea.” StatPearls, StatPearls Publishing, 2025. PubMed, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK459252/.
  11. Simou, Evangelia, et al. “Alcohol and the Risk of Sleep Apnoea: A Systematic Review and Meta-Analysis.” Sleep Medicine, vol. 42, Feb. 2018, pp. 38–46. PubMed, https://doi.org/10.1016/j.sleep.2017.12.005.
  12. Ioannidou, Despoina, et al. “Smoking and Obstructive Sleep Apnea: Is There An Association between These Cardiometabolic Risk Factors?—Gender Analysis.” Medicina, vol. 57, no. 11, Oct. 2021, p. 1137. PubMed Central, https://doi.org/10.3390/medicina57111137.
  13. Doumit, Jimmy, and Bharati Prasad. “Sleep Apnea in Type 2 Diabetes.” Diabetes Spectrum: A Publication of the American Diabetes Association, vol. 29, no. 1, Feb. 2016, pp. 14–19. PubMed, https://doi.org/10.2337/diaspect.29.1.14.
  14. Rana, Abdul M., and Abdulghani Sankari. “Central Sleep Apnea.” StatPearls, StatPearls Publishing, 2025. PubMed, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK578199/.

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