Schnarchen

Das Schnarchen kann sich sehr störend auf das Leben Ihrer Patienten auswirken. Häufig sind es nicht die Patienten selbst, die feststellen, dass sie ein Problem haben, sondern vielmehr ihr Partner, mit dem sie das Bett teilen und der sich beklagt. 1

Schnarchen in Zahlen

So gaben 95% der vom Schnarchen Betroffenen an, dass ihr Schnarchen ihren Partner oder ihre Familie störe2 Natürlich wirkt sich dies auch verheerend auf ihren Schlaf aus: Sie fühlen sich müde, lustlos und haben schlechte Laune.

Lautes Schnarchen kann natürlich auch andere, weniger offensichtliche Folgen haben. Von Schnarchen Betroffene haben ein 1,6-mal höheres Risiko, innerhalb von 4 Jahren3 ab Auftreten des Schnarchens an arterieller Hypertonie zu erkranken. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Personen an anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden werden, ist ebenfalls höher.4

Ursachen von Schlafapnoe und Schnarchen

Schnarchen und obstruktive Schlafapnoe (OSA) sind auf dieselbe Ursache zurückzuführen: eine Obstruktion der oberen Atemwege aufgrund der Entspannung der Muskulatur von Gaumensegel und Zunge. Bei von Schnarchen Betroffenen ohne OSA sind die Atemwege blockiert, aber nicht kollabiert, sodass es zu Flusslimitierungen kommt. Bei vom Schnarchen Betroffenen mit OSA liegt ein partieller oder vollständiger Kollaps der Atemwege vor, was entweder: the-airway-when-you-snore-apnoea

 

  • zu einer Apnoe führt, d.h. einer Unterbrechung des Luftflusses für mindestens 10 Sekunden.
  • zu einer Hypopnoe führt, d.h. einer Abnahme des Luftflusses für mindestens 10 Sekunden mit einer Reduktion des Luftflusses um 30% und einer Sauerstoffentsättigung von mindestens 4% gegenüber dem Ausgangszustand.

Ursachen des Schnarchens

Verschiedene Faktoren können sich auf die Intensität des Schnarchens auswirken: Müdigkeit, Übergewicht, Schlafen auf dem Rücken und der Konsum von Alkohol vor dem Schlafengehen tragen zu lautem Schnarchen bei. Personen mit vergrößerten Mandeln bzw. Zunge oder übermäßigem Fettgewebe im Halsbereich neigen eher zum Schnarchen. Auch anatomische Ursachen wie die Form der Nase oder des Kiefers können Schnarchen begünstigen.

Nicht alle von Schnarchen Betroffenen leiden an obstruktiver Schlafapnoe (OSA), aber beinahe jeder Mann oder jede Frau mit OSA schnarcht

Wie Sie wissen, ist Schnarchen auch das Hauptsymptom5 einer obstruktiven Schlafapnoe (OSA) der häufigsten Form von schlafbezogenen Atmungsstörungen (SBAS). Zwischen Schnarchen und Schlafapnoe besteht ein wichtiger Zusammenhang: 3 von 10 Männern und fast 2 von 10 Frauen, die regelmäßig schnarchen, leiden zu einem gewissen Grad an obstruktiver Schlafapnoe.6

Klinische Studien belegen, dass Patienten mit unbehandelter Schlafapnoe größeren Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind:

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größeres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse4

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höhere Wahrscheinlichkeit für kardiologische Folgeerkankungen7

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höhere Wahrscheinlichkeit für arteriellen Bluthochdruck als Folgeerkankung8

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höhere Wahrscheinlichkeit einen Verkehrsunfall zu haben9

Ihre Diagnose ermöglicht die Wahl der geeignetsten Behandlungsoption. Patienten, die durch den Rachen schnarchen oder dessen AHI im niedrigen oder mittleren Bereich liegt (weniger als 30), kommen für eine Therapie mit einer Unterkieferprotrusionsschiene (UKPS) infrage.  

Quellenangaben:

    1. Teculescu D & al. Habitual snoring. Prevalence and risk factors in a sample of the French male population. Revue des Maladies Respiratoires, 2007 Mar, 24(3 Pt 1):281-7.
    2. A +A Healthcare study undertaken with 95 patients who wore Narval CC (Equinoxe in France) in 2011.
  1. Peepard T. Prospective study of the association between sleep-disordered breathing and hypertension. N Engl J Med, 342 (2000), pp. 1378-1384. 
  2. Marin JM. Long-term cardiovascular outcomes in men with obstructive sleep apnoea-hypopnoea with or without treatment with continuous positive airway pressure: an observational study. Lancet. 2005 Mar 19 25;365(9464):1046-53.
  3. Meslier N, Racineux JL. Snoring and high-resistance syndrome. Rev Mal Respir 2004; 21 : 2S35-2S42. (French)
  4. Young T et al. The occurrence of sleep-disordered breathing among middle-aged adults. N Engl J Med 1993; 328(17):1230–5.
  5. Peker Y, Carlson J, Hedner J. Increased incidence of coronary artery disease in sleep apnoea: a long-term follow-up. Eur Respir J. 2006 Sep;28(3):596-602.
  6. Ellen et al. Systematic review of motor vehicle crash risk in persons with sleep apnea. J Clin Sleep Med. 2006 Apr 15;2(2):193-200.
  7. McNamara SG, Cistulli PA, Sullivan CE, Strohl KP. Clinical aspects of sleep apnea. In: Saunders NA, Sullivan CE, editors. Sleep and breathing: lung biology in health and disease. 2nd ed. New York: Marcel Dekker; 1994: 337-61.