Was steckt hinter der sogenannten „Wolfsstunde“?
Rund 6 von 100 Menschen leiden an schwerwiegenden Schlafstörungen; insgesamt haben sogar ein Drittel aller Menschen Schwierigkeiten mit dem Ein- oder Durchschlafen.1,2
Warum viele jedoch genau in der Stunde zwischen 3 und 4 Uhr morgens aufwachen, ist häufig ein Rätsel. Doch Schlafforscher:innen kennen den Grund: Bei der sogenannten „Wolfsstunde“ haben die Hormone ihre Finger im Spiel – der Begriff stammt vermutlich aus dem Altertum. Unser Melatonin-, Serotonin- und Cortisolspiegel gerät aus dem Gleichgewicht, was als Ursache der Wolfsstunde gilt – gegen 3 Uhr morgens ist unser Melatoninspiegel sehr hoch, unser Cortisol- und Serotonin-Spiegel allerdings niedrig. Somit ist unser Hormonhaushalt nicht in Balance, wodurch wir leichter aufwachen. Auch die Durchblutung unseres Gehirns ist zu dieser Zeit heruntergefahren, sodass wir anfälliger für negatives Gedankenkreisen und Ängste sind, und als Folge auch schwieriger wieder einschlafen.3
Zudem kann auch das Durchlaufen verschiedener Schlafphasen Ursache für das Aufwachen zwischen 3 und 4 Uhr morgens sein. Wenn wir uns gerade in der Leichtschlafphase befinden, wachen wir leichter auf, als in der Tiefschlafphase, die meist früher in der Nacht stattfindet.4