Behandlungsmöglichkeiten bei Schlafapnoe
Wenn bei Ihnen offiziell eine Schlafapnoe diagnostiziert wird, wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin die passenden Behandlungsmöglichkeiten für die jeweilige Form der Schlafapnoe besprechen. Diese können eine Kombination aus veränderter Lebensweise, speziellen Hilfsmitteln oder Medikamenten sowie in manchen Fällen auch chirurgischen Eingriffen umfassen.
Es kann etwas dauern, sich an diese Veränderungen im Alltag zu gewöhnen. Langfristig zielt die Behandlung darauf ab, die Schlafqualität zu verbessern und Ihre Lebensqualität zu erhöhen.
CPAP-Therapie
Die Therapie mit kontinuierlichem positivem Atemwegsdruck (CPAP) gilt als sehr wirksam und ist die am häufigsten eingesetzte und erforschte Methode zur Behandlung von Schlafapnoe.9 Bei der CPAP-Therapie tragen Sie während des Schlafs eine Maske über Nase und/oder Mund, die über einen Schlauch mit einem Therapiegerät verbunden ist. Das Gerät erzeugt einen gleichmäßigen Luftstrom mit positivem Druck, der die oberen Atemwege offenhält und so Atemaussetzer sowie flache Atemphasen verringern kann.
Kurz gesagt: CPAP unterstützt die Atmung in der Nacht, sodass Sie erholt und ausgeruht aufwachen.
Andere Therapiegeräte
Manche Menschen haben Schwierigkeiten, sich an eine CPAP-Therapie zu gewöhnen. In solchen Fällen kann eine Therapie mit Auto-CPAP eingesetzt werden, bei der sich der Luftdruck automatisch an den individuellen Bedarf während des Schlafs anpasst. Dadurch wird jeweils nur so viel positiver Atemwegsdruck abgegeben, wie in diesem Moment benötigt wird.
Bilevel-PAP-Geräte sind eine weitere Therapieoption, bei der für das Ein- und Ausatmen unterschiedliche Druckniveaus verwendet werden.
Veränderungen des Lebensstils
Unabhängig davon, ob eine Schlafapnoe vorliegt oder nicht, können Veränderungen der Lebensweise vorteilhaft sein. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann Ihnen beispielsweise empfehlen, Gewicht zu reduzieren, den Alkoholkonsum einzuschränken oder mit dem Rauchen aufzuhören, um die Symptome einer Schlafapnoepositiv zu beeinflussen.
Behandlung mit Schlafschiene
Die CPAP-Therapie gilt als Standard bei der Behandlung von obstruktiver Schlafapnoe. Wenn Sie die Maske bzw. diese Art der Therapie jedoch nicht vertragen, kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt in bestimmten Fällen auch eine Behandlung mit einer sogenannten Schlaf- oder Schnarchschiene empfehlen. Es handelt sich dabei um ein oral zu tragendes Gerät, unter Fachleuten auch Unterkieferprotrusionsschiene (UKPS) genannt, das den Unterkiefer während des Schlafs in einer leicht nach vorne verlagerten Position hält. Die Schiene verhindert das Kollabieren der Atemwege und hilft somit diese offen zu halten, was Apnoen und Schnarchen verringert.
Anpassung der Medikation
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann Ihre Medikamente überprüfen, um festzustellen, ob diese die Symptome der Schlafapnoe beeinflussen. Bestimmte Medikamente wie Antihistaminika, Opiate oder Benzodiazepine gegen Angstzustände können die Symptome verstärken, da sie eine Entspannung und Verengung der Atemwege bewirken.
Nasensprays
Wenn Sie unter Allergien oder einer chronisch verstopften Nase leiden, kann Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Ihnen geeignete Nasensprays oder andere abschwellende Mittel empfehlen, die die Atemwege frei machen.