Ist es ungesund ständig vor dem Bildschirm einzudösen?
Lichtaussetzung von elektronischen Geräten wie Fernseher, Computer und Smartphones am Abend bremst die Melatoninproduktion und verhindert tiefere Schlafphasen durch permanente Lichteinwirkung. Melatonin ist außerdem wichtig für die Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus‘.1 Es gibt vier Schlafphasen, die wir alle durchlaufen sollten – die Einschlafphase, die Leichtschlafphase, die Tiefschlafphase, die Phase, in der wir sehr tief schlafen und unser Immunsystem gestärkt wird, sowie die REM-Phase, in der die meisten Träume auftreten und Informationen im Langzeitgedächtnis gespeichert werden. Um alle Schlafphasen zu durchlaufen und eine gute Schlafqualität zu erlangen, ist es wichtig, den eigenen Körper vor dem Zubettgehen nicht kontinuierlich künstlichen Lichtquellen auszusetzen.2
Zudem können Schlafprobleme durch künstliche Lichtquellen gesundheitliche Risikofaktoren wie Gewichtszunahme und damit einhergehende Fettleibigkeit mit sich bringen. In einer Studie des National Institute of Health in Maryland fanden Forscher heraus, dass Probanden, die durchschnittlich weniger als sechs Stunden Schlaf bekamen, nicht nur unter Schlafmangel litten, sondern auch das Ghrelin-Hormon verstärkt produziert wurde, das unser Hunger- und Sättigungsgefühl steuert. Zu große Mengen des Hormons im Körper sorgen dafür, dass Fettspeicher nicht abgebaut werden und unser Energieumsatz verringert wird. Fünf Jahre lang wurden in der Studie 43.722 Frauen in Bezug auf ihre Schlaf- und Abendrituale beobachtet – das Ergebnis: Die Probandinnen, die regelmäßig vor dem Fernseher einschliefen, nahmen mit 17% höherer Wahrscheinlichkeit mehr als fünf Kilo zu.3, 4