Melatonin im Überblick: Wie wirkt es, wie nimmt man es ein und wie dosiert man es?
Melatonin gilt als natürliches Schlafhormon, das den Tag-Nacht-Rhythmus reguliert. Es bewirkt in der Regel, dass wir müde werden und ist inzwischen weit verbreitet in unserer Gesellschaft und in geringen Dosen nahezu in jeder Drogerie frei verkäuflich. Es wird häufig als die Lösung gegen Schlafstörungen angepriesen.1
Unsere Augen steuern unter anderem die Melatonin-Produktion, die auf Basis des Tageslichts erfolgt. Melatonin wird in der Zirbeldrüse im Zwischenhirn und aus dem Glückshormon Serotonin gebildet.2 Bei einbrechender Dunkelheit produziert der Körper vermehrt Melatonin, am Tag wird die Produktion hingegen weitestgehend heruntergefahren und stattdessen die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol angeregt, das dafür sorgt, dass man am Tag wach bleibt. Damit ist Melatonin unabdingbar für den zirkadianen Rhythmus, den sogenannten Schlaf-Wach-Rhythmus, der Teil der inneren Uhr ist, und sich aus dem Zusammenspiel von Cortisol und Melatonin ergibt. Der zirkadiane Rhythmus ist durch Licht, die Wahl der Lebensmittel, Bewegung und Temperatur beeinflussbar.3