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Kann eine Operation Schlafapnoe beheben? Methoden, Chancen, Risiken

Schlafgesundheit Behandlungsmöglichkeiten Operation Schlafprobleme Schnarchen

Das Wichtigste zusammengefasst:

  • Eine Operation ist in der Regel nicht die erste Behandlungsoption bei Schlafapnoe. Die meisten Menschen beginnen mit einer CPAP-Therapie oder einer Unterkieferprotrusionsschiene, um die Atemwege während des Schlafs offenzuhalten.
  • Für manche Menschen kann eine Operation helfen, wenn andere Behandlungen nicht erfolgreich waren. Sie kann den Luftstrom verbessern, indem Gewebe, das die Atemwege blockiert, entfernt oder verlagert wird.
  • Je nachdem, was die Blockade verursacht, finden die Operationen an unterschiedlichen Bereichen statt – zum Beispiel Nase, Rachen oder Zunge.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über den Nutzen und die Risiken sowie den Heilungsverlauf, um herauszufinden, ob eine Operation für Sie geeignet ist.

Wenn bei Ihnen Schlafapnoe diagnostiziert wurde, fragen Sie sich vielleicht, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Die Therapie mit kontinuierlichem positivem Atemwegsdruck (CPAP) erzeugt einen leichten Luftdruck, um Ihre Atemwege während des Schlafs offenzuhalten.23 Die CPAP-Therapie ist sehr wirksam und die am häufigsten eingesetzte und am besten erforschte Methode zur Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe (OSA).24 OSA ist eine Erkrankung, bei der die oberen Atemwege während des Schlafs wiederholt blockiert werden, sodass Luft schwerer hindurchströmen kann. Diese Blockaden können den Luftstrom verringern oder ganz stoppen, wodurch Ihre Atmung im Laufe der Nacht immer wieder aussetzt.25

Wenn Sie mit der CPAP-Therapie nicht zurechtkommen, kann eine Unterkieferprotrusionsschiene in Betracht gezogen werden. Solche Schienen können helfen, Ihre Atemwege offenzuhalten, indem sie den Unterkiefer während des Schlafs nach vorn verlagern.

Wenn keine dieser beiden Behandlungsoptionen bei Ihnen funktioniert, kann Ihr Arzt oder Ihre Ärztin eine Operation empfehlen. Zur Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe können verschiedene chirurgische Verfahren eingesetzt werden, die im Folgenden jeweils genauer beschrieben werden.

Chirurgische Eingriffe bei Schlafapnoe verstehen

Auch wenn sie in der Regel nicht die erste Wahl ist, kann eine Operation bei OSA in Betracht gezogen werden, wenn andere, weniger invasive Möglichkeiten keinen ausreichenden Nutzen gebracht haben. Hier sind einige Dinge, die Sie über Operationen bei Schlafapnoe wissen sollten.

Was ist eine Operation bei Schlafapnoe?

Eine Operation bei Schlafapnoe zielt darauf ab, den Luftstrom zu verbessern, indem Bereiche behandelt werden, die die Atemwege während des Schlafs blockieren können. Je nach Verfahren kann dies die Nase, den weichen Gaumen, die Zunge oder den Rachen betreffen. Eine Operation kann helfen, Blockaden zu beseitigen, die Atemwege zu vergrößern oder den Kollaps von Gewebe zu verringern, um die Atmung im Schlaf zu unterstützen.

Die Therapie mit kontinuierlichem positivem Atemwegsdruck (CPAP) gilt weithin als die am häufigsten empfohlene Therapie für Menschen mit OSA, auch für Menschen mit mehr als einer gesundheitlichen Beeinträchtigung, also sogenannten Komorbiditäten. Eine Operation wird normalerweise nur dann empfohlen, wenn die CPAP-Therapie oder andere Behandlungen nicht ausreichend Nutzen oder Komfort gebracht haben. Wer eine Operation wegen obstruktiver Schlafapnoe in Erwägung zieht, sollte mit einem Schlafmediziner oder einer Schlafmedizinerin sprechen, um festzustellen, ob eine Operation geeignet ist, und um Nutzen und Risiken gegeneinander abzuwägen.

Auswahlkriterien und Beurteilung

Verschiedene Untersuchungen können dabei helfen zu entscheiden, ob eine Operation bei Schlafapnoe geeignet ist, und welches Vorgehen am besten geeignet ist. Diese Untersuchungen können Folgendes umfassen:2

  • Eine körperliche Untersuchung, um mögliche Blockaden in den Atemwegen zu erkennen
  • Ein nächtlicher Schlaftest, um die Diagnose der Schlafapnoe und ihren Schweregrad zu bestätigen
  • Eine medikamentös induzierte Schlafendoskopie (DISE), bei der ein Arzt oder eine Ärztin mit Hilfe einer sehr kleinen Kamera Ihre Atemwege betrachtet, während Sie sich in einem schlafähnlichen Zustand befinden
  • Eine Beurteilung des Body-Mass-Index (BMI) und von Begleiterkrankungen, die beeinflussen könnten, ob eine Operation für Sie infrage kommt

Die Rolle von Operationen bei der Behandlung von Schlafapnoe

Bei der Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe (OSA) ist die Therapie mit kontinuierlichem positivem Atemwegsdruck (CPAP) in der Regel die erste Wahl, gefolgt von Unterkieferprotrusionsschienen. Eine Operation bei Schlafapnoe gilt im Allgemeinen als letzte Option.1

Wenn Sie eine Operation in Erwägung ziehen, ist es wichtig zu wissen, dass chirurgische Eingriffe zwar einigen Menschen Erleichterung verschaffen können, aber nicht bei allen wirksam sind. Welche Operationsmöglichkeiten infrage kommen, hängt häufig von der individuellen Körperstruktur und vom Schweregrad der OSA ab. Das heißt, eine Operation kann bei einer Person erfolgreich sein, bei einer anderen jedoch nicht.26

Eine Operation beseitigt die OSA möglicherweise nicht vollständig und auch nach dem Eingriff können weitere Therapien und Maßnahmen notwendig sein. Wenn Sie eine Operation bei Schlafapnoe in Betracht ziehen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über Erfolgsquoten und darüber, ob möglicherweise mehrere Eingriffe nötig sind.

 Chirurgischer Eingriff bei Schlafapnoe

Welche Operationen gibt es bei Schlafapnoe?

Operationen bei OSA konzentrieren sich auf unterschiedliche Bereiche der oberen Atemwege – meist Nase, Mund und Rachen. Hier sind einige der Möglichkeiten.

Eingriffe an Nase und Nasennebenhöhlen

Bei manchen Menschen können Blockaden in der Nase und den Nasennebenhöhlen zur OSA beitragen. Verfahren zur Behandlung dieser Verengungen umfassen:3

  • Septoplastik zur Korrektur einer Nasenscheidewandverkrümmung, wenn die Wand zwischen den Nasenlöchern nicht mittig steht, was das Atmen erschweren kann
  • Verkleinerung der Nasenmuscheln, um geschwollenes Gewebe in der Nase zu reduzieren, wodurch der Luftstrom durch die Nase verbessert und das Atmen erleichtert wird
  • Eingriffe zur Stabilisierung der Nasenklappe, um die engste Stelle der nasalen Atemwege offen zu halten und ein Zusammenfallen beim Einatmen zu verhindern.
  • Eingriffe an den Nasennebenhöhlen zur Behandlung und Linderung der Symptome einer chronischen Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen), die das Atmen durch die Nase erschwert

Diese Eingriffe können mit anderen Operationen kombiniert werden, um die CPAP-Therapie angenehmer und leichter anwendbar zu machen. In einer Studie verbesserte sich die Erfahrung mit CPAP nach Eingriffen an Nase und Nasennebenhöhlen bei nahezu allen Teilnehmenden.3

Eingriffe an Gaumen und Rachen

Andere OSA-Operationen konzentrieren sich auf den Gaumen oder den Teil des Rachens hinter Mund und Nase. Die meisten dieser Eingriffe zielen darauf ab, die Atemwege zu verbessern und zu öffnen, sodass das Atmen leichter wird.

Uvulopalatopharyngoplastik (UPPP)

Die Uvulopalatopharyngoplastik (UPPP) ist das weltweit häufigste schlafchirurgische Verfahren.2 Dabei können die Muskeln des Gaumens umgeformt oder überschüssiges Gewebe aus weichem Gaumen, Rachen oder Zäpfchen entfernt werden.

Beim modernen UPPP-Ansatz passen Chirurgen die Behandlung an die individuellen Bedürfnisse jeder Person an, um die Ergebnisse zu verbessern und Komplikationen zu verringern.2 Wenn zum Beispiel die Seiten Ihres Rachens zum Zusammenzufallen neigen, kann eine laterale Pharyngoplastik durchgeführt werden, um diese Muskeln umzuformen. Alternativ kann eine Expansionssphinkter-Pharyngoplastik (ESP) eingesetzt werden, bei der ein Muskel rotiert wird, um das Zusammenfallen zu behandeln.27

Gaumenimplantate und minimalinvasive Möglichkeiten

Auch Implantate, kleine Vorrichtungen und andere minimalinvasive Verfahren kommen infrage. Dazu gehören:

  • Das Pillar-Verfahren, bei dem Implantate verwendet werden, um den weichen Gaumen zu versteifen
  • Radiofrequenzablation (RFA) des weichen Gaumens zur Verringerung des Gewebevolumens
  • Laser-assistierte Uvulopalatoplastik (LAUP) bei leichten Fällen

In einer Studie wurde die Wirksamkeit des Pillar-Verfahrens bei Menschen mit Schlafapnoe untersucht. Sie ergab, dass4

  • 36,7 % der Behandelten schnarchten in weniger Nächten.
  • 73,3 % berichteten über eine geringere Lautstärke ihres Schnarchens.
  • 33,3 % weniger Tagesschläfrigkeit bemerkten.

Da bei diesem Eingriff kein Gewebe entfernt wird, verläuft die Erholung relativ schnell und Betroffene können weniger Schmerzen empfinden als bei anderen Methoden.

Bei der Radiofrequenzablation werden Radiowellen eingesetzt, um Gewebe in den Atemwegen zu verkleinern und dadurch Blockaden zu lindern. Der Eingriff kann in einer Arztpraxis unter lokaler Betäubung durchgeführt werden und nur mit geringen Schmerzen verbunden sein. Studien haben gezeigt, dass dieses Verfahren wirksam ist. Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass 51 % der Menschen bei einer Nachuntersuchung nach 6 Monaten vollständig auf die Behandlung angesprachen5, was bedeutet, dass sich ihre Symptome gebessert hatten oder ganz verschwunden waren.

Bei einer laser-assistierten Uvulopalatoplastik (LAUP) wird ein Laser verwendet, um das Zäpfchen zu verkürzen und überschüssiges Gewebe aus dem weichen Gaumen zu entfernen. Auch wenn die Erholung nach diesem Eingriff schnell verlaufen kann, haben einige Studien gezeigt, dass er nur begrenzt wirksam ist. Eine Studie ergab für LAUP lediglich eine Heilungsquote von 8 %.6

Eingriffe an der Zunge

Ein weiterer Schwerpunkt von Operationen bei obstruktiver Schlafapnoe (OSA) ist die Zunge. Wenn die Zunge zu groß ist oder auf bestimmte Weise liegt, kann sie im Liegen die Atemwege blockieren. Diese Verfahren sollen das korrigieren.

Verfahren zur Verkleinerung der Zunge

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Größe der Zunge zu verringern, darunter:28

  • Radiofrequenzablation, bei der Radiowellen eingesetzt werden, um Gewebe am Zungengrund zu verkleinern
  • Transorale Roboterchirurgie (TORS), bei der ein Roboterarm hilft, schwer zugängliches Gewebe im hinteren Rachenbereich zu erreichen und zu behandeln
  • Mittellinien-Glossektomie, bei der das Volumen der Zunge durch die Entfernung von Gewebe mit einem speziellen Instrument, dem sogenannten Plasmabrenner, reduziert wird

Vorverlagerung und Stabilisierung der Zunge

Anstatt die Größe der Zunge zu verringern, konzentrieren sich die folgenden Eingriffe darauf, ihre Position so zu verändern, dass Blockaden verhindert werden.

  • Genioglossus-Vorverlagerung zur Verlagerung des Zungengrunds, bei der der am Unterkiefer befestigte Muskel nach vorn gezogen wird, um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass die Zunge im Schlaf kollabiert29
  • Zungenbein-Suspension, bei der zwei kleine Schrauben in den Kiefer eingesetzt und eine Naht am Zungenbein – einem kleinen hufeisenförmigen Knochen an der Vorderseite des Halses zwischen Kinn und Adamsapfel – angebracht werden, um die Atemwege zu stabilisieren und den Kiefer nach vorn zu ziehen7
  • Zungensuspensionsverfahren mit Nähten oder Implantaten, um zu verhindern, dass die Zunge nach hinten fällt und im Schlaf die Atemwege blockiert30
  • Kombinierte Ansätze bei Blockaden in mehreren Bereichen der Atemwege

Knochenchirurgische Eingriffe

Eingriffe am Skelettsystem konzentrieren sich auf den Kiefer und andere Gesichtsknochen, um obstruktive Schlafapnoe (OSA) zu behandeln.

Maxillomandibuläre Vorverlagerung (MMA)

Die maxillomandibuläre Vorverlagerung (MMA) umfasst das Vorverlagern von Ober- und Unterkiefer um etwa 10 mm. Positiv ist, dass MMA hohe Erfolgsquoten aufweist. Eine Studie deutet sogar darauf hin, dass nächtliche Atemprobleme um bis zu 83 % reduziert werden können.8 Andererseits sind damit kieferorthopädische Aspekte, deutliche Veränderungen des Gesichts und eine längere Erholungszeit verbunden.

Andere knochenchirurgische Eingriffe

Weitere Eingriffe am Skelettsystem umfassen:

  • Distraktionsosteogenese. Bei diesem Verfahren trennt ein Chirurg einen Knochen, um Raum zu schaffen. Der Körper füllt diesen Raum während der Heilung dann auf natürliche Weise mit neuem Knochen. Für Menschen mit OSA kann dieses Verfahren helfen, die Atemwege umzuformen und Atemaussetzer im Schlaf zu verringern.
  • Rotation des maxillomandibulären Komplexes gegen den Uhrzeigersinn. Ähnlich wie bei MMA werden bei diesem Verfahren Ober- und Unterkiefer nach vorn verlagert und leicht rotiert. Diese Anpassungen helfen, die Atemwege zu öffnen, sodass das Atmen im Schlaf leichter fällt.31

Menschen mit besonderen kraniofazialen Anomalien, zum Beispiel einem kleinen Kieferknochen oder einer vergrößerten Zunge, benötigen möglicherweise einen individuell angepassten, sorgfältig geplanten Ansatz mit einem Team aus Ärzten und Ärztinnen, um OSA mit Eingriffen am Skelettsystem zu behandeln.

Hypoglossus-Stimulation

Die Hypoglossus-Stimulation ist ein Verfahren, bei dem ein kleines Gerät in den Hals oder Brustbereich implantiert wird. Das Gerät sendet Signale an den Hypoglossusnerv, einen motorischen Nerv, der die Zunge steuert. Dadurch wird die Zunge im Schlaf nach vorn bewegt, sodass sie die Atemwege nicht blockiert.

Voraussetzungen für diese Behandlung sind ein Mindestalter von 18 Jahren und ein Befund von mäßiger bis schwerer Schlafapnoe. Zuvor müssen die Betroffenen eine Therapie mit kontinuierlichem positivem Atemwegsdruck (CPAP) ausprobiert und festgestellt haben, dass diese für sie nicht geeignet war. Außerdem dürfen sie keinen vollständigen Kollaps des weichen Gaumens haben, also keinen Zustand, bei dem der weiche Gaumen und die Seiten des Rachens nach innen zusammenfallen.9 Dieses Verfahren ist reversibel und anpassbar und kann daher im Laufe der Zeit auf die Bedürfnisse der einzelnen Person abgestimmt werden.

Untersuchungen haben ergeben, dass die Hypoglossus-Stimulation eine wirksame Option zur Behandlung der obstruktiven Schlafapnoe (OSA) ist und Atemaussetzer kurz- wie langfristig deutlich reduziert.10

Tracheotomie

Die Tracheotomie ist ein Verfahren, das die oberen Atemwege umgeht. Der chirurgische Eingriff schafft eine dauerhafte Öffnung in die Luftröhre und setzt einen Schlauch in diese Öffnung ein. Über diesen Schlauch kann die betroffene Person nachts durch die Luftröhre atmen und die oberen Atemwege vollständig umgehen.

Eine Tracheotomie wird in der Regel nur bei schweren oder lebensbedrohlichen Fällen von Schlafapnoe eingesetzt oder bei Menschen, bei denen keine andere Behandlungsoption erfolgreich war.11 Obwohl eine Tracheotomie OSA heilen kann, kann sie das Leben erheblich beeinflussen, einschließlich Komplikationen wie einem Verrutschen des Schlauchs, einer Schwächung der Luftröhrenwand und Infektionen.12

 Operationsvorbereitung bei Schlafapnoe

Erwägungen und Behandlungsergebnisse

Es gibt mehrere Faktoren, die berücksichtigt werden sollten, um zu entscheiden, ob eines dieser chirurgischen Verfahren für Sie geeignet ist.

Wirksamkeit und Erfolgsmessung

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin darüber, wie der Erfolg eines Verfahrens bewertet wird, damit Sie besser einschätzen können, wie wirksam es ist. Häufig wird dabei der Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) vor und nach dem Eingriff herangezogen. Der AHI gibt an, wie oft pro Stunde Atemaussetzer auftreten. Je niedriger der Wert desto besser.13 So kann sich der AHI nach einer Operation beispielsweise von 30 auf 10 verringern. Die Ergebnisse können jedoch variieren und bedeuten nicht zwangsläufig, dass die Erkrankung vollständig behoben ist.

Die Erfolgsquoten unterscheiden sich von Verfahren zu Verfahren und von Patient zu Patient. Faktoren, welche die Wirksamkeit beeinflussen können, sind unter anderem der Body-Mass-Index (BMI), das Alter, wie schwer die Blockade in den Atemwegen ist und welcher Körperbereich die Blockade verursacht.

Der langfristige Erfolg der einzelnen Verfahren kann unterschiedlich ausfallen. Eine Studie zeigte jedoch, dass die Ergebnisse insgesamt langfristig positiv und stabil waren, mit weniger Tagesschläfrigkeit, besseren Sauerstoffwerten und niedrigeren AHI-Werten. 14

Risiken und Komplikationen

Die Risiken dieser Operationen hängen vom jeweiligen Verfahren ab, können aber Blutungen, Sprachveränderungen und Infektionen umfassen.

Verfahren, die eine Vollnarkose erfordern, bringen zusätzliche Risiken mit sich.15 Eine Vollnarkose kann für Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe (OSA) gefährlich sein, weil sie die Atmung verlangsamt und Betroffene empfindlicher für die Wirkung der während des Eingriffs verwendeten Medikamente machen kann. In diesen Fällen kann der Anästhesist oder die Anästhesistin bestimmte Medikamente anderen vorziehen und die Person während der Operation intensiver überwachen.

Erwartungen an den Heilungsprozess nach einer OP

Wie lange der Heilungsprozess dauert, hängt davon ab, wie invasiv der Eingriff ist. Nach einer Septoplastik – also einer Operation zur Begradigung der Nasenscheidewand – kann die Erholung zum Beispiel 3 bis 10 Tage dauern.16 Dahingegen kann ein MMA-Verfahren, bei dem Ober- und Unterkiefer leicht nach vorn verlagert werden, 4 bis 6 Wochen Erholungszeit erfordern.17

Möglicherweise müssen Sie Ihre Ernährung nach dem Eingriff anpassen. In den ersten Tagen nach dem Eingriff kann zum Beispiel eine flüssige oder weiche Kost notwendig sein, etwa pürierte Suppen, Rührei und Joghurt.17

Auch das Schmerzmanagement kann unterschiedlich aussehen. In manchen Fällen kann Ihr Arzt oder Ihre Ärztin ein Schmerzmittel verschreiben oder Ihnen empfehlen, ein rezeptfreies Mittel zu verwenden. Weitere Möglichkeiten der Schmerzlinderung können Kochsalzsprays und Spülungen sein.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann nach der Heilung auch eine Schlafuntersuchung anordnen, um festzustellen, ob der Eingriff wirksam war. Die Vorgehensweise kann je nach Verfahren unterschiedlich sein. Sprechen Sie daher mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, um mehr zu erfahren.

Besondere Gruppen und wichtige Erwägungen

  • Kinder – Adenotonsillektomie – die Entfernung von Mandeln und Rachenmandeln – ist bei der Mehrheit der Kinder mit OSA wirksam.18
  • Ältere Erwachsene (65+) – Ein höheres Alter stellt keine Einschränkung für OSA-Operationen dar. Insbesondere ältere Erwachsene sollten jedoch mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin über Nutzen und Risiken sprechen.19
  • Hoher BMI – Menschen mit Übergewicht können ein höheres Operationsrisiko haben, einschließlich Risiken im Zusammenhang mit der Narkose.20
  • Kraniofaziale Anomalien – Strukturelle Unterschiede, die Gesicht, Kiefer oder Schädel betreffen, können ein höheres Risiko für chirurgische Komplikationen haben, darunter Infektionen und Blutungen. Einige Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass diese Komplikationen im Laufe der Zeit etwas seltener geworden sind.21
  • Mehrere Erkrankungen – Ob eine Operation bei OSA für eine Person mit mehreren Komorbiditäten geeignet ist, hängt von den individuellen Umständen ab. Diese Menschen sollten mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin über Risiken und Nutzen sprechen.22

Wenn Sie mehr über Ihren Schlaf erfahren möchten, machen Sie unseren Schlaftest und besprechen Sie die Ergebnisse mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

Dieser Blogbeitrag enthält allgemeine Informationen zu medizinischen Erkrankungen und Behandlungen. Er ist nicht als Ersatz für eine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung gedacht. Die Informationen stellen keine medizinische Beratung dar und sollten auch nicht als solche verstanden werden. Sie sollten die Informationen auf dieser Website nicht als Alternative zur Beratung durch Ihren Arzt, Ihrer Ärztin oder eine andere qualifizierte medizinische Fachkraft heranziehen.

Wenn Sie spezifische Fragen zu einer medizinischen Angelegenheit haben, sollten Sie Ihren Arzt, Ihre Ärztin oder eine andere qualifizierte medizinische Fachkraft konsultieren. Wenn Sie vermuten, an einer Erkrankung zu leiden, sollten Sie unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Zögern Sie nicht, ärztlichen Rat einzuholen, ignorieren Sie keinen medizinischen Rat und brechen Sie keine medizinische Behandlung aufgrund von Informationen auf dieser Website ab. Die in diesem Blog und auf dieser Website geäußerten Ansichten stehen in keinem Zusammenhang mit den Ansichten akademischer Einrichtungen, Krankenhäuser, Praxen oder anderer Institutionen, mit denen die Autor:innen verbunden sind, und spiegeln nicht unmittelbar die Ansichten von Resmed oder einer seiner Tochtergesellschaften oder verbundenen Unternehmen wider.

Quellen:
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