Wichtigste Erkenntnisse
- Schlafapnoe wird bei Frauen häufig unterdiagnostiziert, da die Symptome anders ausfallen können – viele Frauen erleben Erschöpfung, Schlaflosigkeit oder Stimmungsschwankungen statt häufigen Schnarchens.1
- Hormonveränderungen während Schwangerschaft, Menopause oder durch Erkrankungen wie das polyendokrine metabolische Ovarsyndrom (PCOS) können das Risiko erhöhen, an obstruktiver Schlafapnoe (OSA) zu erkranken.2,3,4
- Eine unbehandelte Schlafapnoe kann Herzgesundheit, Blutzucker und Stimmung beeinträchtigen, weshalb eine frühe Diagnostik und Behandlung wichtig sind.5,6,7
- CPAP-Therapie, Änderungen des Lebensstils und andere Behandlungen können Frauen helfen, Symptome zu lindern, die Schlafqualität zu verbessern und die allgemeine Gesundheit zu unterstützen.8,9
Es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass Schlafapnoe nur Männer betrifft. In Wirklichkeit kann sie fast jeden treffen. Tatsächlich nimmt die Zahl der Frauen mit obstruktiver Schlafapnoe (OSA) zu.
Weltweit sind fast 1 Milliarde Menschen von obstruktiver Schlafapnoe (OSA) betroffen.10 Obstruktive Schlafapnoe ist eine Erkrankung, bei der die oberen Atemwege im Schlaf wiederholt blockiert werden, wodurch der Luftstrom erschwert wird. Diese Blockaden können den Luftstrom verringern oder vollständig unterbrechen, sodass Ihre Atmung in der Nacht immer wieder aussetzt.11
Bis 2050 wird erwartet, dass die Zahl der Frauen mit obstruktiver Schlafapnoe (OSA) um 65 % steigt – mehr als dreimal so stark wie bei Männern. Forscher:innen führen den Anstieg der Schlafapnoe bei Frauen auf Faktoren wie die bisherige Unterdiagnostizierung und das Älterwerden zurück.12
Eine der Herausforderungen bei der Diagnose und Behandlung von OSA bei Frauen besteht darin, dass sie sich von der Schlafapnoe bei Männern unterscheiden kann.13 Die richtige Diagnose ist wichtig, da eine unbehandelte OSA Ihre allgemeine Gesundheit und Lebensqualität beeinträchtigen kann.14
Dieser Leitfaden bietet einige Informationen über obstruktive Schlafapnoe bei Frauen. Er dient jedoch ausschließlich Aufklärungszwecken und ersetzt keine medizinische Beratung. Wenn Sie vermuten, an Schlafapnoe zu leiden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über eine entsprechende Diagnostik.