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Schlafapnoe: Test und Diagnose

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Wachen Sie häufig müde auf – selbst nach einer ganzen Nacht Schlaf? Fällt es Ihnen tagsüber schwer, sich zu konzentrieren? Sind Sie dadurch gereizt oder ängstlich? Eine geeignete Untersuchung kann helfen festzustellen, ob Schlafapnoe die Ursache Ihrer Symptome ist. Eine unerkannte und unbehandelte Schlafapnoe kann das Risiko für ernsthafte gesundheitliche Probleme wie Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Schlaganfall erhöhen.1 Achten Sie deshalb auf sich und gehen Sie der Ursache Ihrer Beschwerden nach.

Der erste Schritt zu mehr Wohlbefinden ist es, eine mögliche Schlafapnoe abklären zu lassen. Eine frühzeitige Abklärung ist wichtig, um die passende Behandlung zu finden. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt über Ihre Symptome, um abzuklären, ob Schlafapnoe dahinterstecken könnte. Gegebenenfalls werden Sie in eine schlafmedizinische Praxis überwiesen und beginnen eine Schlafdiagnostik. Damit Sie den Ablauf besser verstehen, erklären wir im Folgenden, was Sie bei einem medizinischen Schlaftest erwartet – und wie es danach weitergeht.

Was ist eine Schlafapnoe-Untersuchung?

Wenn Sie von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt an eine schlafmedizinische Praxis überwiesen werden, kann eine Schlafdiagnostik entweder im Schlaflabor oder zu Hause durchgeführt werden. Bei einer ärztlich verordneten Schlafuntersuchung werden unter anderem Werte wie Schlaf, Atmung und Sauerstoffsättigung während der Nacht überwacht. Die Ergebnisse zeigen, ob eine Schlafapnoe vorliegt, und bilden die Grundlage für Ihren Behandlungsplan.

 Die Ärztin macht sich in ihrem Büro Notizen

Arten von Schlafdiagnostik

Sofern medizinisch erforderlich kann eine Schafdiagnostik zu Hause oder in einem Schlaflabor durchgeführt werden. Eine nächtliche Messung im Schlaflabor kann ein umfassenderes Bild liefern – insbesondere, wenn weitere Erkrankungen vorliegen. Sprechen Sie offen mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt über Ihre Symptome und Ihre medizinische Vorgeschichte. So kann der passende Test ausgewählt werden – als Grundlage für Diagnose und Behandlung.

Grundsätzlich gibt es zwei Formen der Schlafdiagnostik:

  • Polygraphie: Liegen typische Anzeichen für eine schlafbezogene Atmungsstörung vor, kann eine Polygraphie erfolgen. Die Untersuchung kann je nach Situation auch bequem zu Hause durchgeführt werden.2 Ergeben sich in dieser orientierenden Untersuchung Hinweise auf Schlafapnoe, folgt in der Regel eine weiterführende Diagnostik in einem Schlaflabor.
  • Polysomnographie (PSG) im Schlaflabor: Eine PSG ist eine umfassende Untersuchung im Schlaflabor, bei der geschulte Fachkräfte Ihren Schlaf überwachen.2 Zusätzlich zu den Werten der Polygraphie werden weitere Messwerte wie Hirnströme und Herzaktivität erfasst. Aus den Messwerten wird ein Schlafprotokoll erstellt, das u. a. den Atemfluss beurteilt und detaillierte Informationen über Ihren Schlaf liefert.

Besprechen Sie Ihre Symptome und weitere gesundheitliche Faktoren mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, damit der passende medizinische Schlaftest ausgewählt werden kann. Sobald die Diagnose feststeht, können Sie gemeinsam die nächsten Schritte zu besserem Schlaf und mehr Energie planen.

Warum eine Diagnose wichtig ist

Wenn Sie schnarchen, nachts häufig aufwachen und sich tagsüber erschöpft fühlen, könnte Schlafapnoe dahinterstecken. Eine Diagnose ist der erste Schritt zu einer gezielten Behandlung. Eine frühe Diagnose und Behandlung der Schlafapnoe spielen eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung weiterer gesundheitlicher Probleme.

Eine frühe Therapie kann dazu beitragen, das Risiko für Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Schlaganfall, Diabetes und weitere Erkrankungen zu senken.3 Wird Schlafapnoe diagnostiziert, erarbeiten Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt einen wirksamen Behandlungsplan. Mit einer passenden Therapie können Sie wieder erholsamer schlafen und haben tagsüber mehr Energie.

Wie sieht der Weg zur Diagnose aus?

Wenn Sie vermuten, dass Sie Schlafapnoe haben könnten, können Ihnen diese Schritte zu einer klaren Diagnose verhelfen. Typischerweise läuft es so ab:

  1. Arztbesuch
    Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrer Hausärztin/Ihrem Hausarzt, um Ihre Symptome zu besprechen und zu klären, ob sie auf Schlafapnoe hindeuten könnten. Dabei wird Ihre Krankengeschichte erhoben und entschieden, ob eine Überweisung in die Schlafmedizin sinnvoll ist.
  2. Überweisung zur Untersuchung
    Falls erforderlich, erhalten Sie eine Überweisung in eine schlafmedizinische Praxis oder in ein Schlafzentrum. Dort werden Ihnen gezielte Fragen zu Ihren Schlafgewohnheiten, Symptomen und Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand gestellt, um den geeigneten medizinischen Schlaftest auszuwählen.
  3. Schlafuntersuchung
    Die Untersuchung findet entweder zu Hause oder in einem Schlafzentrum bzw. Schlaflabor statt. In der Regel dauert die Untersuchung eine Nacht; in manchen Fällen sind auch mehrere Nächte sinnvoll. Während des Tests werden u. a. Atmung, Sauerstoffsättigung und Herzfrequenz überwacht.
  4. Schlafprotokoll und Diagnose
    Ihre Testergebnisse enthalten u. a. Informationen zu Atemmuster, Schlafbewegungen, Blutsauerstoff und Herzfrequenz. Ein wichtiger Kennwert ist der Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI). Er zeigt, wie oft es pro Stunde zu Atemaussetzern (Apnoen) oder deutlich flacher Atmung (Hypopnoen) kommt. Der AHI hilft dabei festzustellen, ob die Schlafapnoe leicht, mittelschwer oder schwer ausgeprägt ist.
 Arzt und Patient besprechen gemeinsam die Tablette

Nach der Diagnose

Wenn bei Ihnen Schlafapnoe festgestellt wird, sind Sie nicht allein – und es gibt wirksame Behandlungsmöglichkeiten.

Nach der Untersuchung besprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt die Ergebnisse und das weitere Vorgehen. Bei bestätigter Schlafapnoe wird Ihnen der Schweregrad erläutert, ebenso mögliche gesundheitliche Auswirkungen und geeignete Behandlungsoptionen.

Zu den gängigen Behandlungsoptionen zählen:

  • Änderung der Lebensweise
    Veränderungen im Alltag können helfen, die Symptome der Schlafapnoe zu lindern. Dazu gehören z.B. Gewichtsreduktion, der Verzicht auf Alkohol und Rauchen, ein regelmäßiger Schlafrhythmus sowie das Schlafen in Seitenlage statt auf dem Rücken.
  • Therapie mit kontinuierlichem positivem Atemwegsdruck (CPAP)
    Ein CPAP-Gerät wird während des Schlafs getragen und leitet über eine Maske einen gleichmäßigen Luftstrom in die Atemwege. So bleiben die Atemwege offen und Atemaussetzer werden reduziert. CPAP zählt zu den am häufigsten eingesetzten und wirksamsten Behandlungen der Schlafapnoe.4
  • Zahnschienen
    Bei leichten Symptomen kann eine spezielle Zahnschiene (Unterkiefer-Protrusionsschiene) empfohlen werden, ähnlich einem Mundschutz. Diese Geräte halten den Kiefer in einer Position, die die Atemwege während des Schlafs offenhält.
  • Operative Eingriffe
    Obwohl eine Operation meist als letzte Option gilt, kann sie in bestimmten Fällen eingesetzt werden.

Häufige Fachbegriffe bei der Schlafdiagnostik

Bei der Besprechung Ihrer Schlafapnoe-Messergebnisse wird Ihr Arzt/Ihre Ärztin einige wichtige Fachbegriffe erläutern. Hier erklären wir einige wichtige Begriffe:

Apnoe

Dabei handelt es sich um ein Aussetzen der Atmung während des Schlafs. Bei der obstruktiven Schlafapnoe sind die Atemwege vorübergehend stark verengt oder blockiert, sodass keine Luft in die Lunge gelangt.6

Hypopnoe

Flache Atmung während des Schlafs, die in der Regel mindestens 10 Sekunden anhält. Sie führt zu einem verminderten Luftstrom und einem Abfall des Sauerstoffgehalts im Blut, was die Schlafqualität beeinträchtigen kann.7

Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI)

Der Schweregrad der Schlafapnoe wird anhand der durchschnittlichen Anzahl von Apnoen oder Hypopnoen pro Schlafstunde bestimmt.7

AHI 5-14  AHI 15-30  AHI über 30 
Leichte Schlafapnoe mit 5 – 14 Atemaussetzern pro Stunde Schlaf  Mittelschwere Schlafapnoe mit 15 – 30 Atemaussetzern pro Stunde Schlaf   Schwere Schlafapnoe mit über 30 Atemaussetzern pro Stunde Schlaf 

Sauerstoff-Entsättigungsindex (ODI)

Dieser Wert gibt an, wie oft pro Stunde der Sauerstoffgehalt im Blut unter einen normalen Wert absinkt.8

Respiratory Disturbance Index (RDI)

Der RDI beschreibt die durchschnittliche Anzahl von Atemstörungen pro Schlafstunde, einschließlich Apnoen, Hypopnoen und weiterer Atemunregelmäßigkeiten.9

Wann sollte ich eine Untersuchung in Betracht ziehen?

Wenn Sie Schlafprobleme haben, ist es oft schwierig einzuschätzen, ob diese mit einem ernsthaften gesundheitlichen Problem zusammenhängen. In vielen Fällen kann Schlafapnoe vorliegen, wenn Symptome wie Schnarchen, Luftnot im Schlaf oder ausgeprägte Müdigkeit am Tag auftreten.

Schlafapnoe kann jeden betreffen. Weltweit leben nahezu 1 Milliarde Menschen mit Schlafapnoe.10 Dazu zählen Menschen aller Altersgruppen, Geschlechter und Körpertypen. Die Erkrankung bleibt häufig über Jahre hinweg unerkannt, was das Risiko für ernsthafte gesundheitliche Folgen erhöhen kann. Wenn bei Ihnen ein Symptom oder mehrere Symptome einer Schlafapnoe auftreten, vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt und unternehmen Sie die nächsten Schritte zu besserem Schlaf – und mehr Lebensqualität.

Nächsten Schritte

Haben Sie Anzeichen für Schlafapnoe? Starten Sie unsere Schlafanalyse.

Unsere Schlafanalyse kann Ihnen helfen, Ihre Schlafgewohnheiten zu verstehen.

Sie haben den Schlaftest bereits gemacht? Dann ist es jetzt Zeit, mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt zu sprechen.

Besprechen Sie nach dem Schlaftest Ihre Antworten, Schlafprobleme und Symptome mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin.

Sie haben bereits mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt gesprochen? Dann vereinbaren Sie jetzt einen Termin für eine Polygraphie.

Ihre Ärztin/Ihr Arzt kann Sie an eine/n Schlafmediziner/in überweisen und empfehlen, eine Untersuchung zu vereinbaren, um Ihren Schlaf zu untersuchen. Diese schlafmedizinische Aufzeichnung kann entweder in einem Schlaflabor oder bequem bei Ihnen zu Hause durchgeführt werden.

Dieser Blogbeitrag enthält allgemeine Informationen zu medizinischen Erkrankungen und Behandlungen. Er ist nicht als Ersatz für eine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung gedacht. Die Informationen stellen keine medizinische Beratung dar und sollten auch nicht als solche verstanden werden. Sie sollten die Informationen auf dieser Website nicht als Alternative zur Beratung durch Ihren Arzt, Ihrer Ärztin oder eine andere qualifizierte medizinische Fachkraft heranziehen.

Wenn Sie spezifische Fragen zu einer medizinischen Angelegenheit haben, sollten Sie Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt oder eine andere qualifizierte medizinische Fachkraft konsultieren. Wenn Sie vermuten, an einer Erkrankung zu leiden, sollten Sie unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Zögern Sie nicht, ärztlichen Rat einzuholen, ignorieren Sie keinen medizinischen Rat und brechen Sie keine medizinische Behandlung aufgrund von Informationen auf dieser Website ab. Die in diesem Blog und auf dieser Website geäußerten Ansichten stehen in keinem Zusammenhang mit den Ansichten akademischer Einrichtungen, Krankenhäuser, Praxen oder anderer Institutionen, mit denen die Autor:innen verbunden sind, und spiegeln nicht unmittelbar die Ansichten von Resmed oder einer seiner Tochtergesellschaften oder verbundenen Unternehmen wider.

Quellen:
  1. Knauert, Melissa, et al. “Clinical Consequences and Economic Costs of Untreated Obstructive Sleep Apnea Syndrome.” World Journal of Otorhinolaryngology – Head and Neck Surgery, vol. 1, no. 1, Sept. 2015, pp. 17–27. DOI.org (Crossref), https://doi.org/10.1016/j.wjorl.2015.08.001.
  2. Chang, Jolie L., et al. “International Consensus Statement on Obstructive Sleep Apnea.” International Forum of Allergy & Rhinology, vol. 13, no. 7, July 2023, pp. 1061–482. PubMed, https://doi.org/10.1002/alr.23079.
  3. Gleeson, Margaret, and Walter T. McNicholas. “Bidirectional Relationships of Comorbidity with Obstructive Sleep Apnoea.” European Respiratory Review: An Official Journal of the European Respiratory Society, vol. 31, no. 164, June 2022, p. 210256. PubMed, https://doi.org/10.1183/16000617.0256-2021.
  4. CPAP – CPAP | NHLBI, NIH. 24 Mar. 2022, https://www.nhlbi.nih.gov/health/cpap.
  5. Stuck, Boris A., et al. “Uvulopalatopharyngoplasty with or without Tonsillectomy in the Treatment of Adult Obstructive Sleep Apnea – A Systematic Review.” Sleep Medicine, vol. 50, Oct. 2018, pp. 152–65. PubMed, https://doi.org/10.1016/j.sleep.2018.05.004.
  6. Sleep Apnea – What Is Sleep Apnea? | NHLBI, NIH. 9 Jan. 2025, https://www.nhlbi.nih.gov/health/sleep-apnea.
  7. Slowik, Jennifer M., et al. “Obstructive Sleep Apnea.” StatPearls, StatPearls Publishing, 2026. PubMed, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK459252/.
  8. Varghese, Lalee, et al. “Oxygen Desaturation Index as Alternative Parameter in Screening Patients with Severe Obstructive Sleep Apnea.” Sleep Science, vol. 15, no. S 01, Mar. 2022, pp. 224–28. DOI.org (Crossref), https://doi.org/10.5935/1984-0063.20200119.
  9. Gottlieb, Daniel J., et al. “Relation of Sleepiness to Respiratory Disturbance Index: The Sleep Heart Health Study.” American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine, vol. 159, no. 2, Feb. 1999, pp. 502–07. DOI.org (Crossref), https://doi.org/10.1164/ajrccm.159.2.9804051.
  10. Benjafield, Adam V., et al. “Estimation of the Global Prevalence and Burden of Obstructive Sleep Apnoea: A Literature-Based Analysis.” The Lancet. Respiratory Medicine, vol. 7, no. 8, Aug. 2019, pp. 687–98. PubMed, https://doi.org/10.1016/S2213-2600(19)30198-5.

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